Galloways vom Heeghof - Wo Leidenschaft auf Erfahrung trifft.

Eine eigene Herde Galloways

Interview mit Besitzer Josef Hermes

Galloways vom Heeghof – der Gedanke an eine eigene Zucht ist schon einige Jahre alt. Was hat letztlich den Ausschlag gegeben, diesen Wunsch Realität werden zu lassen?

Auf einem Urlaub in Schleswig-Holstein haben meine Frau Susanne und ich vor einigen Jahren eine Herde Galloways gesehen, von da an haben wir beide immer wieder mit dem Gedanken an eine eigene Zucht gespielt. Aber die Kauf- und Pachtpreise für Wiesenland in der Erkelenzer Börde, unserem Wohnort, sind einfach unerschwinglich, weil er einer der weltweit besten Ackerstandorte ist. Die Situation änderte sich dann grundlegend, als mein Bruder im Jahr 2011 die Milchproduktion auf seinem Bauernhof einstellte und klar war, dass das Dauergrünland, das er bislang für seine Milchkühe genutzt hatte, nicht mehr umgebrochen werden durfte.

Damals habe ich ihn auf den Gedanken, eine eigene kleine Galloway-Herde anzuschaffen, angesprochen. Seine erste Reaktion war: „Ich will keine Tiere mehr halten. Ich habe mein ganzes Leben lang Kühe gehabt, jetzt will ich endlich unabhängig sein.“ Darüber sprach ich mit meiner Frau Susanne und wir waren uns einig: Wir beide wollen das. Wenn wir die Wiesen bekommen können, dann werden wir in die Galloway-Zucht einsteigen.

Darauf erneut angesprochen sagte mein Bruder: „Natürlich könnt ihr die Wiesen dafür nutzen. Aber: Es sind eure Rinder. Ich werde auch zwar mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber die Verantwortung für die Tiere liegt allein bei euch.“

Und wie sieht Siegberts Hilfe heute tatsächlich aus?

Heute ist mein Bruder mindestens so begeistert von den Galloways wie Susanne und ich. Auch seine Frau Renate freut sich täglich über das schöne Bild der weidenden Galloways. Mein Bruder ist immer mit absoluter Begeisterung bei der Sache, kümmert sich um die Tiere, wenn ich nicht da bin. Das ist leider sehr häufig, weil ich wegen meines Jobs meistens nur am Wochenende daheim bin. Dann entsteht zwischen uns ein regelrechter Wettlauf, wer es morgens als erster schafft, an der Wiese zu sein und die Tiere zu versorgen (lacht). Mein Bruder hat zurzeit wahrscheinlich von uns allen die meiste Arbeit mit den Tieren, aber ich sehe, wie seine Augen leuchten, wenn er von den Galloways spricht. Er tut alles dafür, dass es den Rindern gutgeht, und ich glaube, er hat auch sehr viel Spaß daran.

Was uns natürlich auch ungemein hilft, ist die Tatsache, dass mein Bruder durch die Bewirtschaftung eines großes Ackerbaubetriebes alle Maschinen zur Verfügung hat. Das macht zum Beispiel das Ausmisten und Einstreuen des Stalles deutlich einfacher.

Inwiefern hilft euch auch die Erfahrung aus der Landwirtschaft bei der Galloway-Zucht weiter?

Mein Bruder und ich kennen von Kindesbeinen an den Umgang mit Tieren und speziell auch mit Rindern. Wir erkennen deshalb sofort, wenn es einem Tier nicht gutgeht. Außerdem wissen wir, wie man gutes Gras und vor allem Heu produziert, und das ist schließlich die einzige Futterquelle für unsere Galloways.

Was sind eure Ziele mit der Zucht?

Kurzfristig ist das Ziel auf alle Fälle, dass alle Kühe ihre ersten Kälbchen gesund zur Welt bringen.

Langfristig wollen wir eine kleine, aber feine Herde auf die Weide stellen, in die wir mehr und mehr Zeit investieren werden. Wenn ich in einigen Jahren aus dem Berufsleben aussteige, werde ich genau diese Zeit haben, um – hoffentlich bei guter Gesundheit – diesen Traum zu verwirklichen. Allerdings befürchte ich, dass wir dann noch ein großes Gerangel bekommen werden, weil wir uns einfach alle drei viel um die Tiere kümmern wollen (lacht). Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit und die Arbeit wird ja auch nicht weniger, wo wir jetzt mit unserer eigenen Nachzucht gestartet sind. Die Vermarktung von guten Zuchttieren und natürlich eine professionelle Fleischvermarktungen, die ab Herbst 2016 geplant ist, wollen schließlich auch organisiert werden. Langweilig wird uns also sicherlich nicht.

Galloways vom Heeghof

 

 
Mitglied im Bundesverband deutscher Gallowayzüchter

Galloways vom Heeghof

Josef und Susanne Hermes
Am Grubusch 7
41812 Erkelenz

 galloways@heeghof.de

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